Neue Bänke am »alten Holzplatz«

30.04.2020 16:59 Uhr
Wertheim Zum »al­ten Holz­platz« bei Mond­feld wur­den früh­er Holz­stäm­me ge­bracht und als Block­sta­pel bis zum Ab­trans­port auf Käh­nen ge­la­gert. Nun hat And­reas Gr­ein zwei neue Holz­bän­ke dort ge­baut.
 Foto: Günter Herberich

»Ich wollte was für die Allgemeinheit schaffen, damit Spaziergänger am Uferweg die schöne Aussicht auf Henneburg und Main genießen können«, erklärt er. Rund 30 Stunden benötigte er, um aus Douglasie und Fichte die Ruhebänke zu bauen. Während an der einen Bank »Mondfeld am Main« von ihm hineingeschnitzt wurde, steht auf der anderen »Am alten Holzplatz«. »Zudem habe ich eine kleine Hinweistafel angebracht mit Infos zum Holzplatz, so Grein. Ulrich und Erika Hartwig (im Bild) gehörten zu den Ersten, die die Bänke nutzten. gher/Foto: Günter Herberich.                  gher

Stiller Lebensretter mit Solarstrom am Mondsee

Sicherheit: Björn-Steiger-Stiftung finanziert Notrufsäule am Mondfelder Badesee – Leitung zur Notrufzentrale

Von Günter Herberich:
Mehr Si­cher­heit beim Ba­den in un­be­wach­ten Ge­wäs­sern will der DLRG-Lan­des­ver­band Ba­den-Würt­tem­berg in ei­ner Ko­ope­ra­ti­on mit der Björn-Stei­ger-Stif­tung er­rei­chen. Die neu­es­te Aus­wir­kung des Pro­jekts ist seit ei­ni­gen Ta­gen am Mond­fel­der Mond­see zu se­hen:
Eine neue Notrufsäule, von der Ortsvorsteher Eberhard Roth sagt, dass sie in Notfällen schnell zum Lebensretter werden kann.
Gerade bei Unfällen an Badeseen ist schnelle Hilfe lebenswichtig, doch oft kommt es zu Zeitverzögerungen, weil Handys in den Autos der Badegäste einschlossen sind oder ganz zuhause geblieben sind. Weil sich die Björn-Steiger-Stiftung dieser Umstände bewusst ist, will sie 100 Notrufsäulen an Stränden und Badeseen in Baden-Württemberg aufstellen. Sowohl Rolf Döhner als Vorsitzender der DLRG-Ortsgruppe Boxtal wie auch Andreas Hoffmann als Wertheimer DLRG-Vorsitzender hatten sich bei Mondfelds Ortsvorsteher Eberhard Roth gemeldet, um ihn auf das Projekt aufmerksam zu machen.

Schnelle Entscheidung
Dieser setzte sich umgehend mit der Wertheimer Stadtverwaltung in Verbindung, um weitere Formalitäten abzuwickeln. Schon kurz darauf kam die Rückmeldung der Björn-Steiger-Stiftung und es gab den Zuschlag für den Standort am Mondsee, da dies ein öffentlicher Badeplatz ist, der nicht überwacht wird.
Bei einem Vor-Ort-Termin mit Christian Lang vom Außendienst der Björn-Steiger-Stifung und Eberhard Roth legte man den Standort fest, und zwar am Zugang zum Badebereich neben der Schranke. »Der Standort sollte sonnig sein, denn er wird mit Solarladung betrieben«, sagt Roth dazu. »Ein weiterer Vorteil der Lage ist, dass er am Seerundweg liegt und in der Nähe des Sportplatzes.«.
Mittels eines Bodenankers setzte der Ortsvorsteher selbst das Fundament, am Dienstag kam ganz kurzfristig die Notrufsäule und wurde gleich aufgestellt. »Das ging alles recht zügig«, meint Roth. Optisch sind die Säulen in Signalfarben gehalten, technisch sind sie wartungsfrei.
Einfache Bedienung
Beim Absetzen eines Notrufs sendet die Säule ein Leuchtsignal aus und übermittelt per Satellitennavigation ihre genaue Position. Das hilft alarmierten Rettungskräften, schnell zum Notfallort zu finden. Die Tastenbedienung ist ganz einfach, das Signal ist auf die integrierte Leitstelle Bad-Mergentheim aufgeschaltet.
Rund 5000 Euro kostet die Notrufsäule. An Nachtbeleuchtung und die Möglichkeit einen Laien-Defibrillator im Inneren der Säule unterzubringen, wurde ebenfalls gedacht. Roth: »Wir hoffen, dass es hier keinen Notfalleinsatz am See gibt. Die Säule gibt einem aber ein gutes Gefühl der Sicherheit.«
GÜNTER HERBERICH

Aktions-Musizieren auch in Mondfeld

Corona-Krise: Europa-Hymne erklingt auf verschiedenen Instrumenten

Wertheim Auch in Mond­feld ha­ben sich am Sonn­tag um 18 Uhr ei­ni­ge Mu­si­ker am eu­ro­pa­wei­ten Spie­len der Eu­ro­pa-Hym­ne auf Bal­ko­nen, an of­fe­nen Fens­tern und in Hö­fen be­tei­ligt. Der Hob­by­mu­si­ker Wer­ner Gr­ein hat­te die Ak­ti­on in Mond­feld zu­nächst per E-Mail und Whats­App ver­b­rei­tet. »Mir ge­fiel die Idee.
Foto: Günter Herberich

Das ganze öffentliche Leben ist zurückgefahren. Es gibt auch keine Gottesdienste mehr. Da ist so eine Aktion das Richtige für uns. In Zeiten, in denen es nichts mehr gibt, findet dadurch wenigstens etwas statt«, erklärte Werner Grein die Aktion. Er entschloss sich, die Noten an die verschiedenen Instrumente anzupassen. Für Blasinstrumente müsse die Melodie einen Ton höher sein, sonst klinge es nicht gut.

Nach dem Läuten der Glocken der Mondfelder Kirche St. Martin stimmten die Musiker auf ihren Balkonen, in ihren Höfen und am offenen Fenster die erste Strophe von »Freude schöner Götterfunken« an. Querflöte, AkkordeonTrompete und sogar eine Mundharmonika waren dabei. Werner Grein musizierte gemeinsam mit seiner Frau Monika und Enkel Tom Grein im Hof. Während Werner auf dem Akkordeon spielte, begleitete ihn Monika auf der Gitarre und Tom auf seiner Trompete.