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INDUSTRIE

Berichte aus der Wertheimer Zeitung

über die Fähre in Mondfeld

Kreis soll bei kommunaler Fähre in Mondfeld mit ins Boot

07.07.2020 – Miltenberg – Ei­ne Tra­di­ti­on geht zu En­de. Das An­ge­bot soll aber in je­dem Fall fort­ge­führt wer­den. Grund­sätz­lich wa­ren die Kreis­rä­te sich in der Aus­schuss­sit­zung am Mon­tag ei­nig, dass der Land­kreis Mil­ten­berg bei dem neu­en Be­triebs­kon­zept mit im Boot sein soll, wenn die Mond­fel­der Fäh­re in kom­mu­na­le Trä­ger­schaft über­geht.

Dem Auftrag an Landrat Jens Marco Scherf (Grüne), mit den Städten Wertheim und Stadtprozelten sowie dem Landkreis Main-Tauber zu verhandeln, gingen mehr als ein halbes Dutzend Wortmeldungen voraus.

Ziel sei der nahtlose Übergang nach Auslaufen des derzeit von privater Hand gehaltenen Fährzeugnisses über den 15. September hinaus.

Die seit 1887 betriebene Fähre wird als wesentliche, länderübergreifende Verbindung einer Land- beziehungsweise Staatsstraße gesehen. Auf kurzer Distanz wird Stadtprozelten mit Mondfeld verbunden. Mit auf den Weg gaben die Kreisräte, dass der Kostenanteil von 32,5 Prozent die errechneten 26 000 Euro jährlich nicht übersteigen dürfe.
  Foto: Frank Hagenauer

Kreis Miltenberg unterstützt neues Konzept für Fähre Mondfeld-Stadtprozelten

07. 07. 2020 – Kreis Miltenberg – Eine Tradition geht zu Ende. Am 15. September wird die private Fährverbindung zwischen Mondfeld und Stadtprozelten eingestellt. Das Angebot soll aber in jedem Fall fortgeführt werden, darüber waren sich die Miltenberg Kreisräte sich in der Ausschusssitzung am Montag einig. Der Landkreis Miltenberg soll bei dem neuen Betriebskonzept mit im Boot sein soll, wenn die Mondfelder Fähre von privater in kommunale Trägerschaft übergeht. Dem Auftrag an Landrat Jens Marco Scherf (Grüne), mit den Städten Wertheim und Stadtprozelten sowie dem Landkreis Main-Tauber zu verhandeln, gingen mehr als ein halbes Dutzend Wortmeldungen voraus.

Hoffmann und Rüth: Förderung für Mainfähre möglich

22.06.2020 – Die bei­den CSU-Ab­ge­ord­ne­ten Alex­an­der Hoff­mann und Ber­t­hold Rüth ha­ben bei ei­ner Be­sich­ti­gungs­tour im Süd­s­pess­art er­fah­ren, dass für die Fäh­re zwi­schen Stadt­pro­zel­ten und Mond­feld ein neu­es Be­t­rei­ber­kon­zept ge­sucht wird. Wie aus ei­ner ge­mein­sa­men Mit­tei­lung der Ab­ge­ord­ne­ten her­vor­geht, sind sie des­halb in Ber­lin und Mün­chen we­gen För­der­mög­lich­kei­ten vor­s­tel­lig ge­wor­den.

Da Beteiligungen an Fähren in der Regel nicht aus staatlichen, sondern aus kommunalen Mitteln erfolgen, wäre die Übernahme der Fähre durch die Kommunen oder die Landkreise vorteilhaft. Denn diese wären berechtigt, eine Förderung vom Bayerischen Staatsministerium der Finanzen und Heimat zu erhalten. Zudem könnten Gemeinden als Ausgleich von Defiziten, die ihnen aus dem Betrieb von Flussfähren entstehen, eine Zuwendung nach dem Finanzausgleichsgesetz in Höhe von 60 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten erhalten. Voraussetzung sei, dass die Fähre die Aufgabe einer öffentlichen Straße übernimmt und das Fährbetriebskostendefizit über 5100 Euro im Jahr liegt. Die gleiche Regelung gilt für Landkreise.

Deshalb schlagen die beiden Abgeordneten einen runden Tisch der betroffenen Kommunen Wertheim und Stadtprozelten sowie der Landkreise Main-Tauber und Miltenberg vor. Die Fähre zwischen Stadtprozelten und Mondfeld ist seit 1947 im Einsatz. Sie wurde im Jahr 2019 von 45500 Personenwagen und weiteren 16000 Passagieren (Radfahrer, Fußgänger) zur Überquerung des Mains genutzt. Die Direktverbindung ist auch für den Rettungsdienst wichtig, weil so im Einsatzfall der weite, zeitraubende Umweg über Freudenberg oder Wertheim eingespart wird

Abgeordnete wollen Fähre unterstützen

15.06.2020 – Bun­des­tags­ab­ge­ord­ne­ter Alex­an­der Hoff­mann und Land­tags­ab­ge­ord­ne­ter Ber­t­hold Rüth wol­len in Ber­lin und Mün­chen um För­der­mit­tel für den Be­trieb der Fäh­re zwi­schen Stadt­pro­zel­ten und Mond­feld wer­ben, da­mit de­ren Be­stand lang­fris­tig ge­si­chert wer­den kann.

Laut einer Pressemitteilung haben sich die beiden Abgeordneten bei einer Besichtigungstour im Südspessart über den Stand der Fähre informiert.

Seit 1947 verbindet die Mainfähre zwischen Mondfeld und Stadtprozelten die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. Die Fähre wird rege genutzt. 2019 fuhren 45 500 Autos und weitere 16 000 Personen – meist Radfahrer oder Wanderer – über den Main. Auch bei den rund 20 Fahrten pro Woche durch den Rettungsdienst ist diese Direktverbindung wichtig, weil Fahrzeit eingespart wird und die Einsatzkräfte schneller zum Ziel kommen. Alle fünf Jahre muss die Fähre in Revision, das zum Betrieb der Fähre »gültige Fährzeugnis« muss von den zuständigen Behörden verlängert werden. Im Herbst ist es wieder soweit und es ist mit hohen Reparaturkosten zu rechnen, heißt es in der Mitteilung weiter. Fährmann Bruno Hörnig (77) hat 1960 mit 17 Jahren seinen Fährführerschein erworben und führt die Familientradition bereits in der fünften Generation weiter.